ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
earea – Webhosting & Domains
The earea Company ISA · Alexander Rettke · Rosemeyerstraße 12 · 38444 Wolfsburg
E-Mail: service@earea.de · Tel.: 05365 3159820
§ 1 Geltungsbereich, Vertragsschluss, Änderungen
1. Die folgenden Bedingungen regeln das Vertragsverhältnis zwischen The earea Company ISA, Inhaber Alexander Rettke, Rosemeyerstraße 12, 38444 Wolfsburg (nachfolgend „Anbieter“) und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Kunde“). Der Anbieter erbringt Leistungen im Bereich Webhosting, Domain-Registrierung, E-Mail-Dienste, vServer / Reseller-Server, SSL-Zertifikate, Kryptowährungs-Dienste (Mining, MasterNodes, Blockchain-Entwicklung) sowie verwandte Infrastrukturleistungen (nachfolgend gemeinsam „Dienste“).
2. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten ausschließlich. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter hat ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt. Die AGB sind jederzeit unter https://www.earea.de/agb/ abrufbar und speicherbar.
3. Im Sinne dieser AGB ist „Verbraucher“ jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). „Unternehmer“ ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Soweit diese AGB zwischen Regelungen für Verbraucher und Unternehmer differenzieren, ist dies ausdrücklich kenntlich gemacht.
4. Der Anbieter ist berechtigt, das Angebot des Kunden innerhalb von 5 Werktagen nach Absendung der Bestellung anzunehmen. Der Vertrag kommt durch schriftliche oder elektronische Bestätigung des Anbieters oder durch die erste Leistungserbringung zustande. Der Anbieter übermittelt dem Kunden nach Vertragsschluss eine Auftragsbestätigung per E-Mail. Diese Bestätigung enthält den Vertragstext sowie diese AGB in dauerhaft speicherbarer Form (§ 312i Abs. 1 Nr. 3 BGB).
5. Änderungen der AGB: Der Anbieter ist berechtigt, diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus sachlich gerechtfertigtem Anlass zu ändern, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, gerichtlicher Entscheidungen, technischer Weiterentwicklungen oder betrieblicher Erfordernisse. Der Anbieter wird dem Kunden Änderungen mindestens 6 Wochen vor deren geplantem Inkrafttreten in Textform (E-Mail) mitteilen und die wesentlichen Änderungen gesondert hervorheben. Widerspricht der Kunde den geänderten Bedingungen nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als vereinbart – jedoch nur, wenn der Anbieter den Kunden in der Mitteilung ausdrücklich und gesondert auf (a) die Bedeutung seines Schweigens als Zustimmung, (b) sein Widerspruchsrecht und (c) sein Recht zur kostenfreien Kündigung des Vertrages zum Zeitpunkt des Inkrafttretens hingewiesen hat. Diese Zustimmungsfiktion gilt nicht gegenüber Verbrauchern für Klauseln, die wesentliche Vertragspflichten, Haftungsbeschränkungen oder Preise betreffen. Widerspricht der Kunde fristgerecht, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens zu kündigen.
6. Änderungen von Leistung und Preis: Der Anbieter ist berechtigt, Leistungspakete und Preise anzupassen, wenn dies unter sachlicher Abwägung der beiderseitigen Interessen zumutbar ist. Die Ankündigung hat mindestens 6 Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden in Textform zu erfolgen. Der Kunde kann der Änderung innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung widersprechen und den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen. Die Mitteilung muss ausdrücklich auf dieses Widerspruchs- und Kündigungsrecht sowie auf die Rechtsfolge des Schweigens hinweisen. Schweigt der Kunde bis zum Fristablauf, gelten die Änderungen als angenommen. Satz 5 gilt nicht für Verbraucher in Bezug auf wesentliche Preiserhöhungen: In diesem Fall bedarf die Änderung einer ausdrücklichen Zustimmung oder ist gesondert zu vereinbaren.
7. Widerspricht der Kunde einer Änderung gemäß Abs. 6, ohne den Vertrag zu kündigen, steht dem Anbieter ein außerordentliches Kündigungsrecht zu, wenn ihm die Fortführung des Vertragsverhältnisses unter den bisherigen Bedingungen aus organisatorischen oder wirtschaftlichen Gründen unzumutbar ist.
8. Alle Preisangaben verstehen sich als Bruttopreise in Euro. Angaben zur umsatzsteuerlichen Behandlung sowie zu den akzeptierten Zahlungsmethoden finden sich im Impressum und auf den jeweiligen Produktseiten der Website des Anbieters. Preisänderungen infolge eines Wechsels der umsatzsteuerlichen Behandlung stellen keine Preiserhöhung im Sinne von Abs. 6 dar.
§ 2 Leistungen des Anbieters
I. Allgemein
1. Der Anbieter gewährleistet eine Erreichbarkeit seiner Server von 99 % im Jahresmittel. Hiervon ausgenommen sind Zeiten, in denen der Server aufgrund von Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters nicht erreichbar ist (höhere Gewalt, Ausfall von Vorleistungen Dritter, gesetzlich angeordnete Maßnahmen etc.). Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden mindestens 24 Stunden im Voraus angekündigt und bleiben bei der Berechnung der Verfügbarkeit unberücksichtigt.
2. Der Anbieter stellt dem Kunden verschiedene Pakete zur Auswahl. Der Leistungsumfang richtet sich nach der zum Zeitpunkt der Bestellung aktuellen Leistungsbeschreibung auf https://www.earea.de, die integrierter Bestandteil des Vertrages ist.
3. Dem Kunden wird keine feste IP-Adresse für die gesamte Vertragslaufzeit zugewiesen, sofern kein Dedicated-IP-Paket gebucht wurde. Bei notwendiger Änderung der zugewiesenen IP-Adresse informiert der Anbieter den Kunden mindestens 7 Tage vorher in Textform.
4. Der Anbieter ist berechtigt, sich Dritter (Subunternehmer, Rechenzentrumsbetreiber) für die Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen zu bedienen. Die Einschaltung von Dritten zur Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich nach Maßgabe von Art. 28 DSGVO.
5. Datensicherung: Der Anbieter ist nicht verpflichtet, Backups der Kundendaten zu erstellen. Es obliegt dem Kunden, seine Daten regelmäßig selbst zu sichern. Der Anbieter empfiehlt mindestens wöchentliche Sicherungen aller relevanten Daten. Soweit der Anbieter freiwillig Backup-Dienste anbietet, entbindet dies den Kunden nicht von seiner eigenen Sicherungspflicht. Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, die darauf beruhen, dass der Kunde keine eigenen Backups erstellt hat, es sei denn, der Anbieter hat die Datenverluste durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht.
6. Bei der Nutzung von PHP-Skripten besteht standardmäßig eine Laufzeitbegrenzung. Die jeweils aktuelle Konfiguration ist in der Leistungsbeschreibung des gebuchten Pakets hinterlegt.
7. Sicherheitsvorfälle (NIS2-Compliance): Der Anbieter trifft geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO und § 30 BSIG (NIS2-Umsetzung). Bei erheblichen Sicherheitsvorfällen, die die Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Kundendaten oder -diensten beeinträchtigen können, informiert der Anbieter den Kunden unverzüglich und trifft notwendige Abhilfemaßnahmen.
II. Webhosting-Pakete (Basic, vServer/Reseller)
1. Der Anbieter stellt dem Kunden Speicherplatz auf seinen Servern zur Verfügung. Der Umfang richtet sich nach dem gebuchten Paket. Die jeweils aktuellen Paketdetails sind auf der Website einsehbar.
2. Die im jeweiligen Paket enthaltene Traffic-Flat gilt nach Maßgabe der Leistungsbeschreibung. Bei Überschreitung vereinbarter Traffic-Kontingente (sofern zutreffend) ist der Anbieter berechtigt, die Internetpräsenz des Kunden zu drosseln oder zu sperren. Der Anbieter informiert den Kunden vor einer Sperrung und setzt eine angemessene Reaktionsfrist, sofern dies technisch und wirtschaftlich zumutbar ist. Im Falle einer sofortigen Sperrung wird der Kunde unverzüglich benachrichtigt.
III. Domains
1. Das Vertragsverhältnis über die Registrierung einer Domain kommt zwischen dem Kunden und der jeweils zuständigen Vergabestelle bzw. dem Registrar zustande. Der Anbieter tritt als Vermittler auf. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass beantragte Domains zugeteilt werden, frei von Rechten Dritter sind oder dauerhaft Bestand haben.
2. Die Vermittlungsleistung erbringt der Anbieter erst nach vollständiger Zahlung der fälligen Leistungen.
3. Die unterschiedlichen Top-Level-Domains werden von nationalen und internationalen Organisationen verwaltet. Jede Organisation hat eigene Registrierungsbedingungen. Soweit Top-Level-Domains Vertragsgegenstand sind, gelten ergänzend die Vergabebedingungen der jeweiligen Vergabestelle in der zum Zeitpunkt der Registrierung gültigen Fassung. Für .de-Domains gelten insbesondere die DENIC-Domainbedingungen in ihrer jeweils gültigen Fassung (abrufbar unter www.denic.de). Für internationale Domains (.com, .net, .org etc.) gelten ergänzend die jeweiligen ICANN-Richtlinien.
4. Gegenstand dieses Vertrages sind alle vom Kunden beantragten und zugeteilten Domains. Bei vorzeitiger Kündigung von Einzeldomains oder bei Kündigung infolge von Domainstreitigkeiten besteht kein Anspruch auf eine kostenlose Ersatzdomain. Bei vorzeitiger Kündigung erfolgt keine Erstattung von Domain-Gebühren, sofern die Kündigung nicht durch den Anbieter verschuldet worden ist.
5. Für den Fall, dass ein KK-Antrag aus Gründen, die nicht der Anbieter zu vertreten hat, dreimal in Folge abgelehnt wird, wird der Auftrag automatisch storniert. Es fällt eine Bearbeitungsgebühr von 5,00 € an. Der Kunde kann nachweisen, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
6. Der Anbieter ist berechtigt, nach Vertragsende eine Domain an die zuständige Vergabestelle zurückzugeben oder löschen zu lassen. Spätestens mit der Freigabe erlöschen alle Rechte des Kunden aus der Registrierung. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass der Kunde die Domain ggf. vor Vertragsende auf einen anderen Anbieter umziehen (Transfer/KK-Antrag) oder aktiv die Löschung beauftragen sollte.
7. Machen Dritte Ansprüche wegen tatsächlicher oder behaupteter Rechtsverletzungen geltend, ist der Anbieter berechtigt, die Internet-Präsenz des Kunden bis zur Klärung der Angelegenheit zu sperren. Der Kunde wird hierüber unverzüglich informiert.
IV. Kryptowährungs-Dienste (Mining, MasterNodes, Blockchain, NFTs)
1. Der Anbieter bietet Dienste im Bereich Mining (für diverse Algorithmen), MasterNode-Hosting, Blockchain-Entwicklung, Coin-Entwicklung und NFT-Erstellung an. Der konkrete Leistungsumfang, die Vergütung und die technischen Parameter werden individuell vereinbart und in einer gesonderten Leistungsbeschreibung festgehalten.
2. Kryptowährungs-Dienste unterliegen erheblichen markt- und technologiebedingten Risiken. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Rentabilität von Mining-Betrieb oder anderen Kryptowährungs-Diensten, für den Wert oder die Handelbarkeit von Coins/Token/NFTs sowie für die Verfügbarkeit externer Blockchain-Netzwerke. Der Kunde trägt das Investitionsrisiko vollständig selbst.
3. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass Kryptowährungs-Dienste regulatorischen Risiken unterliegen. Änderungen der Rechtslage (national oder europäisch, insbesondere durch die MiCA-Verordnung (EU) 2023/1114) können zur Einschränkung oder Einstellung von Kryptowährungs-Diensten führen. In diesem Fall wird der Anbieter dem Kunden eine Frist von mindestens 30 Tagen zur Beendigung des Vertragsverhältnisses gewähren; eine Haftung des Anbieters für regulatorisch bedingte Leistungseinstellungen ist ausgeschlossen.
V. Bereitgestellte Programme, Inhalte und Daten
1. Soweit der Anbieter dem Kunden Software, Programme, Inhalte oder Materialien zur Verfügung stellt, unterliegen diese dem Urheberrecht des Anbieters oder Dritter.
2. Der Kunde ist berechtigt, diese Materialien für die Dauer des Vertragsverhältnisses zu eigenen Zwecken zu nutzen. Vor der Verwendung hat der Kunde selbst zu prüfen, ob die bereitgestellten Inhalte Rechte Dritter verletzen.
3. Sonstige Nutzung, insbesondere Vervielfältigung, Weitergabe und Überlassung an Dritte, ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Anbieters gestattet.
§ 3 Vertragslaufzeit, Vertragsbeendigung
1. Soweit sich aus dem konkreten Angebot nichts anderes ergibt, beträgt die anfängliche Mindestvertragslaufzeit 12 Monate. Der Vertrag kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Mindestlaufzeit gekündigt werden. Wird er nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert er sich um jeweils 12 Monate und kann danach mit einer Frist von einem Monat zum jeweiligen Verlängerungsende gekündigt werden.
2. Kündigung bei Verbrauchern: Bei Verbraucherverträgen beträgt die automatische Verlängerungsperiode höchstens ein Jahr (§ 309 Nr. 9 BGB). Verbraucher können den Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Verbrauchern steht ferner ein außerordentliches Kündigungsrecht bei wesentlichen Vertragsänderungen, insbesondere Preiserhöhungen, zu (§§ 312, 314 BGB).
3. Beauftragt der Kunde bei einer Kündigung die Löschung einer Domain nicht, kann der Anbieter die Domain nach Vertragsende und Ablauf einer angemessenen Frist an die zuständige Vergabestelle zurückgeben oder löschen lassen.
4. Beendet der Anbieter den Vertrag wegen Zahlungsverzugs oder aus wichtigem Grund, kann er nach einer angemessenen Frist die Löschung betroffener Domains veranlassen, sofern der Kunde keine andere Weisung erteilt.
5. Kündigungen bedürfen der Textform (§ 126b BGB); eine Kündigung per E-Mail genügt. Der Anbieter stellt ein Online-Kündigungsformular im Kundenportal zur Verfügung (§ 312k BGB).
6. Datenlöschung nach Vertragsende: Nach Vertragsende und Ablauf einer Übergangsfrist von 30 Tagen werden alle Kundendaten auf den Servern des Anbieters unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht (z. B. § 147 AO, § 257 HGB) entgegensteht. Der Anbieter empfiehlt dem Kunden, alle Daten vor Vertragsende zu sichern und ggf. Domain-Transfers rechtzeitig einzuleiten.
§ 4 Zahlungsbedingungen
1. Soweit sich aus dem Angebot nichts anderes ergibt, ist das Nutzungsentgelt entsprechend der gewählten Abrechnungsperiode (monatlich, vierteljährlich oder jährlich) im Voraus fällig. Der Kunde erhält eine elektronische Rechnung per E-Mail. Mit Zugang der Rechnung ist die Leistung zahlbar.
2. Der Rechnungsversand erfolgt elektronisch per E-Mail im PDF-Format. Auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden kann ein postalischer Rechnungsversand gegen eine Gebühr von 2,00 € je Rechnung erfolgen.
3. Bei Rücklastschriften, die auf falschen Angaben des Kunden, mangelnder Kontodeckung oder einem unberechtigten Widerspruch des Kunden beruhen, wird dem Kunden eine Bearbeitungsgebühr von 5,00 € in Rechnung gestellt. Der Kunde kann nachweisen, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
4. Nach Ablauf von 30 Tagen ab Zugang der Rechnung gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ohne dass es einer gesonderten Mahnung bedarf (§ 286 Abs. 3 BGB). Der Anbieter weist den Kunden in jeder Rechnung ausdrücklich auf diese Rechtsfolge hin. Gegenüber Verbrauchern tritt automatischer Verzug nur ein, wenn diese Belehrung in der Rechnung enthalten war.
5. Sofern sich der Kunde in Zahlungsverzug befindet, ist der Anbieter berechtigt, nach vorheriger Mahnung und Fristsetzung den Zugang zum Server sowie alle auf dem Host befindlichen Internet-Präsenzen zu sperren.
6. Für die Entsperrung eines Paketes nach vollständiger Begleichung aller offenen Forderungen ist der Anbieter berechtigt, eine einmalige Entsperrgebühr von 20,00 € zu verlangen. Eine gesonderte Sperrgebühr wird nicht erhoben. Der Kunde kann nachweisen, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
7. Der gesetzliche Verzugszinssatz beträgt für Verbraucher 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 1 BGB), für Unternehmer 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB). Die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Verzugsschadens bleibt dem Anbieter vorbehalten.
§ 5 Widerrufsrecht (Verbraucher)
1. Sofern der Kunde ein Verbraucher gemäß § 13 BGB ist, steht ihm das folgende gesetzliche Widerrufsrecht zu. Die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular sind zusätzlich im Impressum unter https://www.earea.de/impressum/ abrufbar.
2. Widerrufsrecht: Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (The earea Company ISA, Inhaber Alexander Rettke, Rosemeyerstraße 12, 38444 Wolfsburg, E-Mail: service@earea.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung vor Ablauf der Frist absenden.
3. Erlöschen des Widerrufsrechts bei digitalen Diensten: Bei Verträgen über digitale Dienstleistungen (Hosting, E-Mail-Accounts, Domain-Registrierung) erlischt das Widerrufsrecht nach § 356 Abs. 5 BGB vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Ausführung des Vertrages begonnen hat und der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und sein Wissen davon bestätigt hat, dass er mit Beginn der Ausführung sein Widerrufsrecht verliert. Der Anbieter holt diese Zustimmung im Bestellprozess ausdrücklich ein.
4. Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, ausdrücklich etwas anderes wurde vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zur Ausübung des Widerrufsrechts bereits erbrachten Dienstleistungen entspricht.
5. Das vorstehende Widerrufsrecht gilt nicht für Verträge, die der Kunde im Rahmen seiner gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit abschließt.
§ 6 Pflichten des Kunden
1. Der Kunde ist verpflichtet, bei Abschluss des Vertrages vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Änderungen relevanter Daten (insbesondere Kontaktdaten, Bankverbindung, Rechnungsadresse) sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
2. Der Kunde ist verpflichtet, die Leistungen des Anbieters sachgemäß zu nutzen. Insbesondere ist er verpflichtet:
a) bei der Registrierung, Übertragung und Löschung von Domains sowie beim Anbieterwechsel in zumutbarem Umfang mitzuwirken;
b) seine Domains und Inhalte so zu gestalten, dass diese nicht gegen gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verstoßen;
c) keine Domains oder Inhalte zum Abruf anzubieten, die extremistischer Natur sind, Kinderpornografie oder Pornografie enthalten, Straftaten verherrlichen oder zu diesen aufrufen. Dies gilt auch für die Zugänglichmachung durch Hyperlinks zu Seiten Dritter;
d) keine Adware auf seiner Internetseite einzusetzen;
e) keine Programme oder Skripte einzusetzen, die das Betriebssystem oder die Sicherheit des Servers des Anbieters gefährden oder erheblich beeinträchtigen können. Dies schränkt den Kunden nicht darin ein, gängige und etablierte Skriptsprachen (PHP, Python, Perl, Node.js etc.) und selbst entwickelte Anwendungen einzusetzen. Untersagt sind insbesondere Programme, die offensichtlich zur Disruption des Serverbetriebs, für DDoS-Angriffe, für Brute-Force-Attacken oder für andere illegale Handlungen genutzt werden;
f) seine Passwörter und Zugangsdaten sorgfältig aufzubewahren und geheim zu halten sowie den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung des Kundenkontos bestehen;
g) die Anforderungen der DSGVO sowie der einschlägigen nationalen Datenschutzgesetze einzuhalten, soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter auf den Servern des Anbieters verarbeitet. Soweit der Anbieter in diesem Zusammenhang als Auftragsverarbeiter tätig wird, ist der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO erforderlich, der separat zu vereinbaren ist;
h) auf seiner Internet-Präsenz ein rechtlich korrektes Impressum gemäß § 5 DDG (Digitale-Dienste-Gesetz) vorzuhalten sowie alle sonstigen gesetzlichen Informationspflichten (z. B. Datenschutzerklärung, Preisangaben nach PAngV, Widerrufsbelehrung für eigene Verbrauchergeschäfte) zu erfüllen.
3. Dem Kunden ist die Versendung von unerwünschten Werbe-E-Mails (Spam) untersagt. Dies umfasst insbesondere jede Versendung von Werbenachrichten ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers (§ 7 UWG, Art. 13 DSGVO).
4. Bei einem Verstoß gegen die in Abs. 2 und 3 genannten Verpflichtungen kann der Anbieter den Vertrag außerordentlich und fristlos kündigen sowie Schadensersatz verlangen.
5. Überschreitet der Kunde die mengenmäßigen Inklusivleistungen um mehr als 10 % im Monatsdurchschnitt, wird der Anbieter den Kunden informieren und ein Angebot zum Wechsel in ein anderes Leistungspaket unterbreiten. Lehnt der Kunde dieses ab, ist der Anbieter berechtigt, das Vertragsverhältnis außerordentlich mit einer Frist von 4 Wochen zu kündigen.
6. Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten regelmäßig selbst zu sichern (vgl. § 2 I Abs. 5).
§ 7 Gewährleistung und Haftung
1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden, bei arglistigem Verschweigen von Mängeln, bei Übernahme einer Beschaffenheitsgarantie, für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie für Verletzungen von Leben, Körper oder Gesundheit.
2. Für leicht fahrlässig verursachte Schäden haftet der Anbieter nur, sofern eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen und vorhersehbaren Schaden begrenzt.
3. Haftung für Datenverlust: Die Haftung für Datenverlust ist auf den Schaden begrenzt, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre. Dies gilt nicht, wenn der Datenverlust durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Anbieters verursacht wurde.
4. Haftung für digitale Dienste: Soweit der Anbieter Hosting-Dienste als digitale Dienstleistungen i. S. d. §§ 327 ff. BGB erbringt, gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Der Anbieter ist verpflichtet, die vertraglich vereinbarten Leistungen in der vereinbarten Qualität bereitzustellen und erforderliche Sicherheits- und Funktionsupdates der eingesetzten Infrastruktur vorzunehmen.
5. Verweis auf TKG 2021: Soweit Telekommunikationsdienste i. S. d. TKG 2021 Gegenstand des Vertrages sind, bleiben die zwingenden Schutzvorschriften des TKG 2021 und der Telekommunikations-Kundenschutzverordnung (TKUEV) unberührt. Der frühere Verweis auf § 7 Abs. 2 TKV ist gegenstandslos.
6. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch für Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
7. Gesetzliche Haftungsansprüche des Kunden, insbesondere aus Verletzungen des Datenschutzrechts (Art. 82 DSGVO), bleiben von vorstehenden Haftungsbeschränkungen unberührt.
8. Haftung bei Kryptowährungs-Diensten: Der Anbieter haftet nicht für markt- oder technologiebedingte Ertrags- oder Wertminderungen im Zusammenhang mit Kryptowährungs-Diensten, soweit diese außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen. Die Haftungsbeschränkungen der Abs. 1–3 gelten entsprechend.
§ 8 Datenschutz
1. Verantwortlicher: Verantwortlicher im Sinne der DSGVO ist: The earea Company ISA, Inhaber Alexander Rettke, Rosemeyerstraße 12, 38444 Wolfsburg, E-Mail: service@earea.de, Tel.: 05365 3159820.
2. Datenschutzbeauftragter: Der Anbieter hat einen externen Datenschutzbeauftragten bestellt: Holger Loos, SiDIT GmbH, Unterdürrbacher Straße 8, 97080 Würzburg, Tel.: +49 931 78 08 66-51, E-Mail: info@sidit.de.
3. Rechtsgrundlagen: Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich auf Basis der DSGVO, insbesondere Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung), Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (gesetzliche Pflichten) sowie Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigte Interessen, z. B. Missbrauchsprävention, IT-Sicherheit).
4. Betroffenenrechte: Der Kunde hat das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO), Berichtigung (Art. 16 DSGVO), Löschung (Art. 17 DSGVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO), Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO) sowie das Recht auf Widerspruch (Art. 21 DSGVO). Zur Ausübung dieser Rechte wendet sich der Kunde an service@earea.de.
5. Datenweitergabe und Auftragsverarbeitung: Personenbezogene Daten werden nur insoweit an Dritte weitergegeben, als dies zur Vertragserfüllung erforderlich ist (z. B. Domain-Daten an Registrare und Vergabestellen, Zahlungsdaten an PayPal) oder der Kunde eingewilligt hat. Subunternehmer, die personenbezogene Daten im Auftrag des Anbieters verarbeiten (z. B. CleverReach für Newsletter, PayPal für Zahlungsabwicklung), werden als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO vertraglich verpflichtet. Eine aktuelle Liste der eingesetzten Auftragsverarbeiter ist auf Anfrage erhältlich.
6. Auftragsverarbeitung durch den Kunden: Soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter auf den Servern des Anbieters verarbeitet, ist der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) nach Art. 28 DSGVO zwischen Kunde und Anbieter zwingend erforderlich. Ein Muster-AVV stellt der Anbieter auf Anfrage zur Verfügung.
7. Cookies und Endgeräte-Zugriff: Soweit der Anbieter auf den Endgeräten des Kunden Cookies setzt oder auf dort gespeicherte Informationen zugreift, erfolgt dies ausschließlich auf Basis einer informierten Einwilligung gemäß § 25 TDDDG (vormals TTDSG), mit Ausnahme technisch notwendiger Cookies. Weiteres regelt die gesonderte Datenschutzerklärung unter https://www.earea.de/datenschutz/.
8. Beschwerderecht: Der Kunde hat das Recht, Beschwerde bei der zuständigen Datenschutz-Aufsichtsbehörde einzulegen. Zuständig ist: Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, Prinzenstraße 5, 30159 Hannover, www.lfd.niedersachsen.de.
9. Weitergehende Informationen zur Datenverarbeitung (Logfiles, Newsletter via CleverReach, Google reCAPTCHA, Cookies, PayPal) finden sich in der separaten Datenschutzerklärung unter https://www.earea.de/datenschutz/.
§ 9 Internet-Präsenz, Inhalte, DSA/DDG-Compliance
1. Der Kunde ist verpflichtet, auf seiner Internet-Präsenz ein rechtlich korrektes Impressum gemäß § 5 DDG (Digitale-Dienste-Gesetz) vorzuhalten. Soweit der Kunde auf seiner Website Dienste anbietet, die einer weitergehenden Kennzeichnung bedürfen (z. B. journalistische/redaktionelle Angebote nach MStV), ist der Kunde für die Einhaltung dieser Vorschriften allein verantwortlich. Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung dieser Kennzeichnungspflichten beruhen.
2. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, die Internet-Präsenzen des Kunden auf Rechtsverstöße zu prüfen. Nach Bekanntwerden von Rechtsverstößen ist der Anbieter berechtigt, die betroffenen Inhalte zu sperren. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich und gibt ihm Gelegenheit zur Stellungnahme.
3. DSA/DDG-Meldeverfahren: Als Hosting-Diensteanbieter im Sinne des Digital Services Act (EU) 2022/2065 und des DDG stellt der Anbieter ein leicht zugängliches Melde- und Abhilfeverfahren bereit, über das Personen mutmaßlich rechtswidrige Inhalte melden können (Art. 16 DSA). Meldungen sind per E-Mail an abuse@earea.de möglich. Über getroffene Maßnahmen werden Melder und betroffene Kunden gemäß Art. 16 Abs. 5 DSA benachrichtigt.
§ 10 Schlussbestimmungen
1. Gerichtsstand: Für Streitigkeiten aus diesem Vertrag mit Unternehmern wird der Sitz des Anbieters (Wolfsburg) als ausschließlicher Gerichtsstand vereinbart, soweit gesetzlich zulässig. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Zuständigkeitsregeln; insbesondere ist für Klagen gegen Verbraucher ausschließlich das Gericht am Wohnsitz des Verbrauchers zuständig (§ 29c ZPO, Art. 17 ff. EuGVVO).
2. Der Vertragstext und diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen werden dem Kunden nach Bestelleingang per E-Mail übermittelt und sind im Kundenportal abrufbar.
3. Anwendbares Recht: Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Für Verbraucher gilt: Die Anwendung deutschen Rechts beeinträchtigt nicht den Schutz, den zwingende Vorschriften des Staates gewähren, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
4. Verbraucherstreitbeilegung (§ 36 VSBG): Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG). Die frühere EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung wurde gemäß Verordnung (EU) 2024/3228 zum 20. Juli 2025 eingestellt. Verbraucher können sich bei Streitigkeiten an die zuständige allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle wenden, z. B. den Allgemeinen Verbraucherschlichtungsverein e. V., Straßburger Straße 8, 77694 Kehl am Rhein (www.verbraucher-schlichter.de).
5. Sollten eine oder mehrere Klauseln dieser Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein, berührt dies die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An Stelle der unwirksamen Klausel gilt die gesetzliche Regelung.